Urban Art trifft Nachbarschaft: Münchner Wohnen unterstützt 60 Meter-Graffiti-Wand „THE PIT“ auf der Schwanthalerhöhe

Blickfang an der Ganghoferstraße: An einer rund 60 Meter langen Wand hat ein Künstlerkollektiv ein beeindruckendes Graffiti-Großkunstwerk gestaltet. Die Münchner Wohnen hat das Projekt mit realisiert.

Wer künftig auf der bisher unbebauten Zwischennutzungsfläche an der Ganghoferstraße 47 gartelt oder einen Kaffee trinkt, der hat eine spannende Aussicht: An der gut 60 Meter langen Wand, die die Fläche nach Norden begrenzt, ist in den vergangenen Tagen ein beeindruckendes Graffiti entstanden. Rund 30 Künstler*innen haben die Wand bei einer gemeinsamen Erstbemalung gestaltet. Am gestrigen Mittwoch wurde das Projekt unter dem Namen „THE PIT“ offiziell eröffnet – zusammen mit den Organisator*innen und Vertreter*innen aus den Bezirksausschüssen 8 / Schwanthalerhöhe und 6 / Sendling, dem Kulturreferat, Referat für Arbeit und Soziales, Kommunalreferat, Kreativ München sowie der Münchner Wohnen.

Kuratiert und umgesetzt wurde die Aktion vom Künstlerkollektiv Graphism gemeinsam mit der Munich Graffiti Library. Entstanden ist ein großflächiges, zusammenhängendes Gesamtkunstwerk: Die Wand wurde vollständig blau grundiert und sorgt so für einen Kontrast mit den dahinterliegenden Wohnhäusern der Münchner Wohnen. Einige der Motive der Graffiti-Artists stammen passend zu dem Blau aus der Meereswelt.

„In einer Stadt wie München, in der um jeden Quadratmeter gerungen wird, sind Freiräume für urbane Kunst von unschätzbarem Wert“, sagt Marek Wiechers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München. „Seit den 1980er-Jahren gilt die Landeshauptstadt als eine der Wiegen europäischer Graffiti-Kultur. So prägte die einst größte Graffiti-Freifläche Europas an der Dachauer Straße die urbane Kunstbewegung nachhaltig. Mit der neuen Hall of Fame ‚THE PIT‘ in der Baugrube an der Ganghoferstraße 47 wollen wir nun ein neues Zeichen für die Sichtbarkeit urbaner Kultur in der Gegenwart setzen. Zudem freue ich mich, dass in der Nähe auch mit dem Ort „Im Dazwischen“ eine soziokulturelle Zwischennutzung startet, die spannende Synergien erwarten lässt.“

Gruppenbild der Künstler*innen, Geschäftsführung Münchner Wohnen und Projektverantwortlichen vor dem Grafitti.
Künstler*innen, Freunde und Förderer der Graffiti-Wand am Eröffnungstag. © Thilo Härdtlein

Kreative Freiräume ermöglichen

Die Wand auf der Schwanthalerhöhe wurde nun erstmals bespielt und zugleich für ihre dauerhafte Nutzung als legale Graffiti-Fläche markiert. Sie kann also von Künstler*innen ab dem 6. Juli genutzt werden. Die Wand ist Teil einer Zugangsrampe und im Teileigentum der Münchner Wohnen. Der Impuls an die Eigentümergemeinschaft, die Wand als legale Graffiti-Fläche zur Verfügung zu stellen, kam von der Münchner Wohnen.

„Als Münchner Wohnen unterstützen wir Projekte wie ‚THE PIT‘ sehr gerne, weil sie zeigen, wie öffentlicher Raum kreativ und gemeinschaftlich genutzt werden kann. Wir verstehen uns als Partnerin zur Förderung von Kunst und Kultur im urbanen Raum und möchten Künstler*innen die Möglichkeit geben, ihre Arbeiten sichtbar zu machen“, sagt Christian Müller, Operativer Geschäftsführer der Münchner Wohnen. „Gleichzeitig entsteht hier ein spannender Ort für die Nachbarschaft und unsere Mieterinnen und Mieter auf der Schwanthalerhöhe.“

Die neue Hall of Fame reiht sich in eine Vielzahl von Projekten ein, mit denen die kommunale Wohnungsbaugesellschaft kulturelle Nutzungen unterstützt und kreative Freiräume in ihren Quartieren ermöglicht. Dabei werden immer wieder Flächen für künstlerische Gestaltung geöffnet und neue Verbindungen zwischen Wohnen, Nachbarschaft und Kultur geschaffen.

Drohnenaufnahme des Graffitis das sich längs über eine lange Wand zieht. Im HIntergrund sieht man eine Grünanlage und mehrere Wohnhäuser.
Blauer Blickfang auf der Schwanthalerhöhe. Das Gelände an der Ganghoferstraße (links) ist frei zugänglich. © Thilo Härdtlein

Kreative Zwischennutzung belebt das Areal

 „THE PIT“ ist Teil einer größeren Zwischennutzung auf dem Gelände an der Ganghoferstraße. Direkt vor der Graffiti-Wand ist in den vergangenen Wochen mit „Im Dazwischen“ ein neuer Treffpunkt für die Nachbarschaft als offener Begegnungsort mit kulturellen und gastronomischen Angeboten entstanden. Bereits seit 2022 bietet der „Westend Garten“ von Green City auf der Fläche Anwohner*innen die Möglichkeit, gemeinschaftlich zu garteln und den Stadtraum aktiv mitzugestalten.

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Mathias Weber
Pressesprecher
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