Philipp Hartmann hat den Sprung von der Technik ins Sozialmanagement gewagt. Heute setzt er sich für bedarfsgerechtes Wohnen ein und leitet eine neue Anlaufstelle für Mieter*innen. Im Interview gibt er Einblicke in seinen Weg von der Technik zum Teamleiter im Sozialmanagement und in seine Motivation, Wohnen für alle zugänglicher zu machen.
Wenn jemand durch unsere Unterstützung besser wohnen kann oder im gewohnten Umfeld bleiben kann, ist das ein starkes Gefühl. Dabei hilft mir mein großartiges Team – wir ergänzen uns sehr gut.

Hallo Philipp Hartmann, schön, dass Sie sich Zeit für uns nehmen! Stellen Sie sich doch bitte kurz vor.
Sehr gern! Ich bin Philipp Hartmann und seit Ende 2025 Teamleiter für „Bedarfsgerechtes Wohnen“ in unserer Sektion Sozialmanagement. Außerdem bin ich Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen und verantworte unsere neu geschaffene Anlaufstelle für Mieter*innen.
Sie sind erst vor Kurzem intern gewechselt. Wo waren Sie vorher tätig?
Ich komme aus dem Technischen Bestandsmanagement und habe dort als Ingenieur an verschiedenen Projekten zur Erweiterung der klimaneutralen Energieversorgung unserer Wohnanlagen gearbeitet. Der Wechsel ins Sozialmanagement war für mich eine spannende Chance, meine fachliche Perspektive zu erweitern und näher an den Menschen zu arbeiten. Die Verantwortung einer Teamleiterrolle hat mich auch sehr gereizt.
Was gehört heute zu Ihren Aufgaben?
Gemeinsam mit meinem Team arbeite ich daran, unsere Wohnangebote so zu gestalten, dass sie zu den ganz unterschiedlichen Lebenssituationen unserer Mieter*innen passen. Das reicht von Barrierefreiheit über individuelle Anpassungen von Wohnungen bis hin zu unserem Konzept Wohnen im Viertel, bei dem wir an unterschiedlichen Standorten das Älter werden im Viertel unterstützen und so die gesellschaftliche Teilhabe fördern.
Zusätzlich verantworte ich als Beauftragter unsere neue Anlaufstelle: Dort unterstützen wir Mieter*innen mit Behinderungen und anderen Einschränkungen bei allen Fragen rund ums Wohnen.
Was hat sich für Sie durch den Wechsel am meisten verändert?
Vor allem die Perspektive. Früher ging es viel um technische Themen wie Fernwärmeanschlüsse. Heute stehen die Menschen und ihre individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt. Das ist eine Umstellung – aber eine, die ich als sehr bereichernd empfinde.
Inwiefern hilft Ihnen Ihr technischer Hintergrund heute noch?
Sehr viel sogar. Ich bin es gewohnt, mit unterschiedlichen Bereichen zusammenzuarbeiten – und genau das ist auch heute entscheidend. Ich stehe im engen Austausch mit Hausverwaltungen, Technik und Sozialmanagement sowie externen Partnern.
Mein Vorteil ist, dass ich die technischen Abläufe gut kenne und gleichzeitig die Anforderungen aus der Praxis verstehe. So kann ich oft gut vermitteln und Lösungen mitgestalten, die am Ende wirklich bei den Menschen ankommen.
Was steckt hinter der neuen Anlaufstelle?
Die Idee ist, Unterstützung so einfach und zugänglich wie möglich zu machen. Sie richtet sich an alle Mieter*innen, die Fragen oder Unterstützungsbedarf bei Beeinträchtigungen, chronischen Erkrankungen oder Mobilitätseinschränkungen rund ums Wohnen haben. Oftmals stehen sie im Wohnalltag vor besonderen Hürden, sei es durch bauliche Gegebenheiten, organisatorische Abläufe oder Kommunikationswege. Unser Ziel ist es, frühzeitig Lösungen anzubieten, individuelle Bedürfnisse ernst zu nehmen und gemeinsam passende Wege zu finden.
Was motiviert Sie an Ihrer Arbeit?
Ganz klar: wenn wir konkret helfen können. Wenn jemand durch unsere Unterstützung besser wohnen kann oder im gewohnten Umfeld bleiben kann, ist das ein starkes Gefühl.
Dabei hilft mir mein großartiges Team – wir ergänzen uns sehr gut. Das Team bringt langjährige fachliche Erfahrung mit, während ich oft die Rolle des Vernetzers und Problemlösers übernehme. Genau dieses Zusammenspiel macht die Arbeit für mich besonders.
Und nicht zuletzt: Die Themen sind unglaublich vielfältig, und der Austausch mit ganz unterschiedlichen Menschen macht jeden Tag spannend.


