„Brücken bauen im Fachdialog: Daniel Heidemann im Austausch mit Gavlegårdarna über zukunftsfähige Haustechnik“

Daniel Heidemann arbeitet seit über sechs Jahren bei uns im Unternehmen und ist dort im Team Infrastruktur als Experte Elektrotechnik im Bereich Haustechnik tätig. Im Mai 2025 nahm er über unser Partnernetzwerk Eurhonet an einem Fachaustausch mit dem schwedischen Wohnungsunternehmen Gavlegårdarna teil. Im Gespräch berichtet er von seinen Eindrücken.

Inhaltlich fand ich insgesamt das Thema Vernetzung und Digitalisierung der Haustechnik sehr spannend. Hier sind sie in Schweden schon sehr weit und wir können uns gute Anregungen holen.

Daniel Heidemann, Projektleiter Team Infrastruktur
Ein Mann im weißen Hemd lächelt in die Kamera.
© Magdalena Possert

Wie kam es dazu, dass Sie sich für das Eurhonet Austauschprogramm beworben haben?

Ich wusste schon länger vom Eurhonet Austauschprogramm und fand die Idee spannend, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Besonders die skandinavischen Länder mit ihren innovativen Ansätzen im sozialen Wohnungsbau haben mich interessiert. Ich hatte mich dann intern kundig gemacht und beworben. Nach meiner Anfrage ins Eurhonet Netzwerk hat es nur einen Tag gedauert, bis ich eine positive Rückmeldung bekommen habe.

Wo genau in Schweden waren Sie und wie lange sind Sie dort geblieben?

Ich war für fünf Tage in Gävle, einer Stadt mit rund 85.000 Einwohner*innen, etwa 170 km nördlich von Stockholm. Dort war ich beim kommunalen Wohnungsunternehmen Gavlegårdarna – perfekt um viele Einblicke zu sammeln.

Sie beschäftigen sich ja bei der Münchner Wohnen mit Projekten in der Haustechnik. Welche Themen und Projekte vor Ort waren besonders spannend für Sie?

Der Fokus lag auf E-Ladeinfrastruktur, E-Mobilität, Glasfaser und Photovoltaik. Besonders beeindruckte mich die integrierte Herangehensweise bei Elektromobilität und Carsharing-Angeboten für Mieter*innen. Auch der Ausbau von Glasfaser und die digitale Nutzungskompetenz der Mieter*innen standen im Mittelpunkt. In Bezug auf Photovoltaik wurde ein starkes Augenmerk auf Eigenverbrauchsoptimierung und nachhaltige Quartiersentwicklung gelegt.

Denken Sie, es gibt Ideen oder Ansätze, die wir auch bei der Münchner Wohnen umsetzen können?

Inhaltlich fand ich insgesamt das Thema Vernetzung und Digitalisierung der Haustechnik sehr spannend. Hier sind sie in Schweden schon sehr weit und wir können uns gute Anregungen holen. Von der Arbeitsweise hat mich das völlig papierlose Büro beeindruckt – vieles läuft komplett digital und dadurch sehr effizient. 

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den schwedischen Kolleg*innen erlebt?

Die war sehr gut! Die Kolleg*innen haben mich zu Beginn sehr herzlich empfangen und ehrliches Interesse an einem gegenseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch gezeigt. Die offene Atmosphäre, die ich als typisch Schwedisch empfunden habe, hat dazu beigetragen, dass ich mich sehr wohlgefühlt habe.

Wie haben Sie Schweden abseits der Arbeit erlebt?

Ich war viel mit dem Rad unterwegs: Endlose Wälder und viel Natur. Typisch Schwedisch würde ich sagen. Abends konnte ich auch meine Kolleg*innen beim privaten Essen kennen lernen. 

Zu guter Letzt: Wenn Sie an den Aufenthalt zurückdenken – was bleibt ihnen am meisten in Erinnerung?

Mir bleibt am meisten in Erinnerung wie entspannt alle waren und wie hoch die Bereitschaft zum gegenseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch war. Es ist schön zu sehen, dass wir alle – egal ob in Schweden oder hier – an ähnlichen Themen arbeiten und voneinander lernen können.

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