Die Entwicklung der Haldenseesiedlung westlich des Michaelibads nimmt weiter Form an. Die Münchner Wohnen beginnt nun mit den Arbeiten am dritten Bauteil mit insgesamt 95 neuen Wohnungen. Damit setzt die kommunale Wohnungsbaugesellschaft die umfassende Erneuerung der Siedlung aus den 1950er Jahren konsequent fort und schafft zusätzlichen dringend benötigten Wohnraum – für insgesamt rund 1.800 Mieter*innen.
Seit 2021 führt die Münchner Wohnen im Umfeld und innerhalb der Siedlung - auf beiden Seiten der Haldenseestraße, die für das Vorhaben Namensgeberin ist - Schritt für Schritt Modernisierungs- und Nachverdichtungsmaßnahmen durch. Die ursprünglichen zweigeschossigen Zeilenbauten waren für die Wohnbedürfnisse der Nachkriegszeit konzipiert: kleinflächige Grundrisse, häufig ohne eigenes Bad und für Ein- bis Zweipersonenhaushalte ausgelegt. Heute jedoch wächst der Bedarf an familienfreundlichen Wohnungen, und genau darauf zielt das neue Quartierskonzept ab. Die Neubauten bieten im Durchschnitt 67 Quadratmeter Wohnfläche und damit deutlich mehr Raum als die bisherigen Wohnungen, die im Schnitt nur 39 Quadratmeter groß waren. Perspektivisch soll die Haldenseesiedlung in einem Dreieck zwischen Bad-Schachener-, Hechtsee- und Krumbadstraße rund 1.800 Menschen ein Zuhause bieten – mehr als doppelt so vielen wie bisher, unter ihnen voraussichtlich viele Familien mit Kindern.
Der erste Bauteil der Gesamtentwicklung, außerhalb der eigentlichen Haldenseesiedlung und direkt an der Bad-Schachener-Straße gelegen, wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Dieser umfasste insgesamt 91 neue Wohnungen, unter ihnen 38 Wohnungen in EOF-Förderung und 53 Apartments, eine Arztpraxis und Büroflächen für eine Hausverwaltung der Münchner Wohnen. Der zweite Bauteil als erster Abschnitt innerhalb der Siedlung befindet sich im Bau. Es entstehen 157 Wohnungen, die nahezu vollständig im Rahmen der einkommensorientierten Förderung (EOF) vermietet werden.
Ausgewogene Mischung
Im nun begonnenen dritten Bauteil entstehen 95 freifinanzierte Wohnungen. Gleichzeitig wird ein neuer Jugendtreff geschaffen sowie eine Mobilitätsstation, die den Bewohner*innen künftig verschiedene nachhaltige Angebote aus einer Hand bieten wird – von Sharing-Angeboten über sichere Abstellmöglichkeiten bis hin zur Ladeinfrastruktur. Ziel ist es, den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu erleichtern und den motorisierten Individualverkehr im Viertel spürbar zu reduzieren.
Die planerische Grundlage für die Quartierserneuerung Haldenseesiedlung bildet der Entwurf von Zillerplus Architekten und Stadtplaner gemeinsam mit Lex Kerfers Landschaftsarchitekten. Ihr Konzept sieht ein lebendiges, durchgrüntes Quartier mit kurzen Wegen vor, das Wohnen, soziale Infrastruktur und Nahversorgung eng miteinander verknüpft. Es ist als „autoarmes Quartier“ konzipiert: Der künftige Innenbereich der Siedlung mit Gassen und begrünten Höfen wird im Wesentlichen nur für Feuerwehr und Müllfahrzeuge befahrbar sein. Neben den Wohnungen entstehen auch zwei Kindertageseinrichtungen, soziale Einrichtungen, Arztpraxen sowie neue Grün- und Aufenthaltsflächen, die das Viertel deutlich aufwerten werden. Insgesamt sollen 60 Prozent der neuen Wohnungen gefördert sein – ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Sicherung bezahlbaren Wohnraums in München.
Im Zuge der Realisierung des Gesamtprojekts sind vier weitere Bauabschnitte geplant, die abschnittsweise voraussichtlich bis 2034 realisiert werden sollen.

