Ein Stück Quartiersgeschichte kehrt zurück: Münchner Wohnen feiert wieder Brunnenfest in der Alten Heimat in Laim

Zusammen mit den Bewohner*innen der Alten Heimat hat die Münchner Wohnen wieder das traditionelle Brunnenfest gefeiert – zum ersten Mal nach achtjähriger Pause. Im Auftrag der Landeshauptstadt hatte die kommunale Wohnungsbaugesellschaft die historische Siedlung an der Zschokkestraße in den vergangenen Jahren grundlegend erneuert und um Neubauten ergänzt. Dabei handelt es sich um eines der bedeutendsten Modernisierungsprojekte im Westen von München.

Es ist ein Fest mit einer langen Tradition: Seit den 1960er-Jahren feiern die Bewohner*innen der Alten Heimat in Laim ein Nachbarschaftsfest rund um den Brunnen am zentralen Quartiersplatz. Er wurde nach Fertigstellung der Stiftungssiedlung 1962 errichtet und erinnert an die zahlreichen Spender*innen, die deren Bau in der Nachkriegszeit ermöglicht haben. Ihre Namen sind an seiner Außenseite eingraviert.

Während der Bauarbeiten in der Alten Heimat hat die Münchner Wohnen den Brunnen über die vergangenen Jahre hinweg eingelagert – verbunden mit dem Versprechen, ihn nach den Arbeiten saniert an seinen angestammten Ort zurückzubringen. So ist es nun gekommen, und mit der Rückkehr des Brunnens lebt nun auch die Festtradition wieder auf: Gemeinsam mit den Bewohner*innen und Festgästen hat die Münchner Wohnen jetzt wieder ein Brunnenfest gefeiert.

Für Menschen mit besonderen sozialen Bedürfnissen

Die Alte Heimat entstand in der Nachkriegszeit, um Münchner*innen, die durch den Krieg ihr Zuhause verloren hatten, wieder Wohnraum in ihrer Heimatstadt zu ermöglichen. Angestoßen wurde das Projekt in den 1950er-Jahren durch einen bürgerschaftlichen Verein, finanziert durch Spenden sowie Mittel von Bund, Freistaat und Landeshauptstadt.

„Der Brunnen ist ein sichtbares Symbol bürgerschaftlicher Solidarität. Er erinnert daran, wie groß die Hilfsbereitschaft war, mit der nach dem Krieg Wohnraum für Menschen geschaffen wurde, die ihr Zuhause verloren hatten“, sagt Münchens Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl. „Auf diese Siedlung kann die Landeshauptstadt stolz sein: Die Alte Heimat dient auch heute noch ihrem ursprünglichen Zweck und bietet bezahlbaren Wohnraum für Menschen, die es auf dem Münchner Wohnungsmarkt besonders schwer haben.“

Heute gehört die Stiftungssiedlung der Landeshauptstadt und wird von der Münchner Wohnen verwaltet. Sie richtet sich weiterhin an Menschen mit besonderen sozialen Bedürfnissen: Rund die Hälfte der Wohnungen wird an ältere Personen vergeben, ein Viertel an Haushalte mit Schwerbehinderung und ein weiteres Viertel an Pflegekräfte. Die Münchner Wohnen betreibt vor Ort einen Nachbarschaftstreff und einen Wohnen-im-Viertel-Standort, die AWO ein Alten- und Servicezentrum. Der Nachbarschaftstreff war auch Veranstaltungsort des Brunnenfests, das vom Sozialmanagement der Münchner Wohnen organisiert wurde und im und um die Einrichtung stattfand.

Blick auf einen Brunnen im Innenhof, der eine große Fontäne sprüht. Dahinter das Rednerpult im Münchner Wohnen Design und ein Wohnhaus.
© Jonas Nefzger

Siedlung grundlegend erneuert 

Mit der Rückkehr des Brunnens endet eines der bedeutendsten Modernisierungsprojekte im Westen von München. Die Siedlung präsentiert sich nun, mehr als fünf Jahrzehnte nach ihrer Fertigstellung, grundlegend erneuert. Im Auftrag des Kommunalreferats hat die Münchner Wohnen die Alte Heimat über die vergangenen Jahre hinweg in mehreren Bauabschnitten umfassend modernisiert. Die Bestandsgebäude beiderseits des Kiem-Pauli-Wegs wurden saniert und um Neubauten mit 87 Wohnungen ergänzt. Entlang der Zschokkestraße entstanden sieben Ersatzneubauten mit 263 Ein- bis Fünfzimmerwohnungen.

„Als Bauherrin hat die Landeshauptstadt die Alte Heimat umfassend erneuert und zusätzlichen Wohnraum geschaffen. Insgesamt stehen hier nun 714 Wohnungen für mehr als 1.000 Mieter*innen zur Verfügung“, sagt Kommunalreferent Dr. Alexander Dietrich. „Mit dem sanierten Brunnen kehrt zugleich ein vertrauter Mittelpunkt zurück. Dass heute wieder rund um den Brunnen gefeiert wird, zeigt, dass die Alte Heimat nicht nur baulich erneuert wurde, sondern auch als lebendiges Quartier weiterbesteht.“

„In einer für die Bauwirtschaft herausfordernden Zeit ist es gelungen, die Alte Heimat grundlegend zu modernisieren und gleichzeitig den Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten“, sagt Christian Müller, Operativer Geschäftsführer der Münchner Wohnen. „Mein besonderer Dank gilt daher allen Beteiligten, die dieses wichtige Projekt möglich gemacht haben. Die Münchner Wohnen wird auch künftig ihren Beitrag dazu leisten, dass die Alte Heimat ein lebendiges Quartier mit einer starken Nachbarschaft und einem guten Miteinander bleibt.“

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Pressekontakt

Mathias Weber
Pressesprecher
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